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Der Bibliotheks-Knigge-Test

Bist du ein vorbildlicher Musterstudent, der weiß wie man sich in der Bibliothek zu benehmen hat oder lässt dein Verhalten eher zu wünschen übrig? Finde es heraus mit dem Bibliotheks-Knigge- Test! Dazu musst du die nachfolgenden Fragen beantworten, indem du eine der vier Antwortmöglichkeiten auswählst, anschließend deine Punktzahl errechnest und die entsprechende Auswertung ließt. Viel Spaß!

1. Du bist in der Bibliothek und dir fällt ein, dass du noch ein dringendes Telefonat führen musst. Was tust du? 
a) Ich gehe ins Foyer und rufe von dort aus an. Schließlich möchte ich niemanden stören. (3) 
b) Ich werde das Telefonat wohl heute Abend zu Hause führen müssen. Schließlich könnte ich jemanden Stören, wenn ich jetzt aufstehe. (4) 
c) Ich gehe einfach auf die Toilette oder ins Parlatorium und telefoniere dort. Da bin ich immerhin in einem geschlossenen Raum. (2) 
d) Ich verdrücke mich irgendwo zwischen die Bücherregale und spreche nur halblaut. Wenigstens sieht dann keiner, dass ich es bin, der/die alle stört. (1)

2. Welche Schuhe sollte man deiner Meinung nach in der Bibliothek tragen und welche lieber nicht?
a) Am besten sollte man gar keine Schuhe tragen. Die machen nur Lärm und stören die Durchblutung!  (4)
b) Was soll die Frage?! Ich ziehe die Schuhe an die mir gefallen! (2)
c) Ich versuche darauf zu achten, keine Schuhe mit lauten Absätzen zu tragen. (3)
d) Die Bibliothek ist mein Laufsteg und je lauter meine Schuhe sind, umso mehr Aufmerksamkeit bekomme ich! (1)

3. Du triffst einen Kumpel das erste Mal seit langem wieder in der Bibliothek und hast ihm so viel zu erzählen!
a) Ich tausche mich gleich an Ort und Stelle mit ihm im Flüsterton über alles aus und wenn das länger dauert, ist es mir egal. (2)
b) Ich winke ihm aus der ferne zu und hoffe, dass wir uns bald wieder treffen, aber Unterhaltungen in der Bibliothek zu führen ist einfach nicht in Ordnung. (4)
c) Wir unterhalten uns in normaler Zimmerlautstärke über dies und das und lachen herzhaft vor Freude, dass wir uns endlich wieder sehen. Die bösen Blicke der anderen ignorieren wir einfach. Die meinen sicher eh nicht uns! (1) 
d) Ich begrüße ihn begeistert und frage, ob er einen leckeren Bibliotheks-Automaten-Kaffee mit mir trinken will. (3)

4. Du hast heute einen wirklich harten Tag und ließt diesen komplizierten Aufsatz über die Drittschadensliquidation, den du nicht verstehst.
a) Ich kann mich einfach nicht konzentrieren und mache daher lieber Späße mit meinen Sitznachbarn oder gucke ein bisschen Fußball auf meinem Laptop. Dass ich damit alle Anderen in meiner Reichweite ablenke ist mir egal. (1)
b) Ich kämpfe mich so gut ich kann durch den Aufsatz. Schließlich muss ich es irgendwann lernen und heute ist so gut wie jeder andere Tag. (3)
c) Ich blättere verzweifelt in meinen Lehrbüchern und seufze zwischendurch mehrfach markerschütternd. Dass verschafft Linderung und die anderen dürfen ruhig wissen, dass mir das hier keinen Spaß macht! (2)
d) Ich kapituliere und gehe einen Kaffee trinken oder etwas anderes schönes machen. In meiner heutigen Verfassung würde ich in der Bibliothek nur die Anderen stören oder ablenken. (4)

5. Du schreibst an deiner Hausarbeit im öffentlichen Recht, aber leider gibt es viel zu wenig aktuelle Literatur zu dem Thema. 
a) Ich stehe jeden Morgen um viertel vor 8 an der Bibliothekstür, um mir die aktuellsten Auflagen zu sichern. Die ergatterten Bücher horte ich dann den ganzen Tag, unabhängig davon ob ich sie tatsächlich benötige oder ein längere Pause mache. Es ist eben ein beruhigendes Gefühl sie immer zur Verfügung zu haben. (2) 
b) Ich warte abends bis die aktuelle Auflage wieder im Regal steht und verstecke sie mir an einem Plätzchen, wo ganz sicher nur ich sie finden kann. Ist doch schließlich nicht mein Problem, wenn die anderen nicht auf diese clevere Idee kommen! (1) 
c) Ich kaufe mir die Bücher, die ich benötige. (4)
d) Ich bin morgens früh da, um mir die aktuellste Auflage zu sichern und kopiere mir im Zweifelsfall das Wichtigste, damit auch die anderen die Bücher nutzen können. (3) 

6. Zu der Frage, was genau „sorgfältiger Umgang“ mit den Büchern bedeutet, gehen die Meinungen weit auseinander. Was meinst du?
a) Ich finde es einfach praktisch mir direkt im Buch das Wesentliche zu markieren und es kann wohl niemand etwas dagegen haben, wenn ich das mit Bleistift tue. Wenn ich meine Bücher zurückbringe, tu’ ich sie irgendwie ins halbwegs richtige Fach. Macht ja jeder andere auch so, also müssen die eh aufräumen. (2) 
b) Ich bemühe mich besonders bei alten Büchern keine Seiten zu beschädigen und stelle die Bücher so ins Regal, dass der Einband nicht aus dem Leim geht. Von der Kennung am Buchrücken, weiß ich sogar, wohin es gehört und ordne meine Bücher richtig ein. (3) 
c) Wenn ich einen guten Aufsatz für mein Hausarbeitsthema finde, schneide ich ihn einfach aus der Zeitschrift aus. Dann kann ihn keiner meiner Kommilitonen verwenden und ich habe sicher einen Vorteil bei der Hausarbeit. Wenn ich fertig bin, leg ich meine benutzen Bücher einfach irgendwo möglichst unauffällig ins Regal. Ist ja nicht meine Wurst. (1) 
d) Ich bemühe mich so selten wie möglich Bücher aus den Regalen zu nehmen und wenn ich doch mal in einem blättern muss, trage ich immer weiße Baumwollhandschuhe, um die Bücher vor meinem Handschweiß zu schützen. Mir fällt auf, wie unordentlich die Regale sind. Ich räume sie einfach mal auf. (4)

7. Du hast eine neue Flamme und er/sie begleitet dich in die Bibliothek. Wie verhaltet ihr euch? 
a) Wir sitzen nebeneinander, flüstern manchmal und küssen uns gelegentlich, wobei wir darauf achten die anderen nicht zu belästigen. (3) 
b) Wir sind frisch verliebt, also was solls: Wir kichern und knutschen und tuscheln die ganze Zeit. (1) 
c) Ich bitte Ihn/Sie sich wo anders hinzusetzen, damit ich nicht abgelenkt werde. (4) 
d) Wir bemühen uns nicht die ganze Zeit rum zu turteln, aber manchmal können wir uns einfach nicht bremsen. (2)

8. Die beste Zeit des Tages ist die Mittagspause! Aber wie verbringt man sie am besten?
a) Bei mir muss das Mittagessen zelebriert werden und dass kann schon mal seine zwei Stunden dauern. (2) 
b) Ich verzichte ganz auf eine Mittagspause um meine Zeit in der Bibliothek so effektiv wie möglich zu nutzen. (4) 
c) Ich schreibe zwar vielleicht gerade Hausarbeit, aber eigentlich komme ich doch nur wegen meiner sozialen Kontakte in die Bibliothek. Deshalb gibt es keine Mittagspause unter zwei Stunden und außerdem braucht man natürlich regelmäßig ausgedehnte Kaffee- oder Raucherpausen. Dass ich in dieser Zeit meinen Sitzplatz und meine Bücher unnütz blockiere ist mir dabei herzlich egal.  (1) 
d) Es kann schon einmal vorkommen, dass meine Mittagspause länger dauert, aber in der Regel nutze ich sie dafür wozu sie da ist, nämlich zum Essen. (3) 

9. Du hast deinen Laptop zum Hausarbeit schreiben in die Bibliothek mitgebracht. 
a) Ich habe ihn vorher schon auf lautlos gestellt, damit er beim Hochfahren niemanden stört. (3)  
b) Ich würde meinen Laptop nie in die Bibliothek mitnehmen! Das Klackern der Tasten könnte von anderen als störend empfunden werden. (4) 
c) Ich denke nicht, dass das kurze Startgeräusch jemanden stört. Ansonsten bemühe ich mich, den Laptop leise zu nutzen. (2) 
d) Es ist mir ganz egal ob mein Laptop laut oder leise ist. Außerdem habe ich ich keinen Spaß am Hausarbeit schreiben, also hämmere ich auf die Tasten ein und benutze eine laut ratternde Maus – ist ja schließlich bequemer für mich. Zwischendurch erhole ich mich, indem ich Filme gucke oder Spiele zocke. (1)

Zähle deine Punkte, die in Klammern hinter den von dir gewählten Antwort stehen, zusammen und ließ deine entsprechende Auswertung unten nach!

33 Punkte oder mehr: Der überkorrekte Student
Du bist wirklich redlich bemüht alles perfekt zu machen und schießt dabei leider über das Ziel hinaus. Es ist sehr löblich, dass du dich um ein leises Verhalten bemühst, aber niemand erwartet, dass du die ganze Zeit schweigst. Gegen ein paar geflüsterte Worte ist wohl nichts einzuwenden. Auch sind die Bücher in der Bibliothek zum Lesen da, also benutze sie ruhig. Dabei entstehen natürlich zwangsläufig kleinere Gebrauchsspuren, aber das ist eben der Zahn der Zeit. Ein Studium ohne Bücherlesen ist hingegen undenkbar. Also mach dich frei von deinem Perfektionismus, fange an zu Schwätzen und casinos deutschland Bücher aus den Regalen zu ziehen, nur bitte alles in Maßen und mit Vorsicht!

32 bis 23 Punkte: Der vorbildliche Student
Du weißt, wie es gemacht wird! In der Bibliothek verhältst du dich ruhig, unterhältst dich nur im Flüsterton und erledigst alles was Lärm verursacht außerhalb der heiligen Hallen. Auch mit dem Bibliothekseigentum gehst du sorgfältig um, damit auch spätere Generationen von Studenten daran partizipieren können. Du bist wahrlich ein Musterbeispiel eines rücksichtsvollen Studenten und viele deiner Kommilitonen sollten sich eine Scheibe von dir abschneiden. Weiter so!

22 Punkte oder weniger: Der asoziale Student 
Du bist dir vielleicht keiner Schuld bewusst, aber es gibt einen guten Grund warum deine Kommilitonen dich bisweilen missbilligend beäugen: Du benimmst dich ziemlich asozial! Eine Bibliothek ist ein Ort der Arbeit und Konzentration. Damit dort jeder ungestört Lernen kann, gilt es auf einander Rücksicht zu nehmen. Das bedeutet du solltest keinen unnötigen Lärm verursachen, deine Kommilitonen in Ruhe lassen und sorgfältig mit den Büchern umgehen. Ein Studium ist ein Miteinander und kein Gegeneinander und vielleicht wirst du sogar feststellen, dass deine Kommilitonen dir plötzlich wohl gesonnen sind, wenn du etwas mehr Rücksicht auf sie nimmst.

Dieser Beitrag ist in Ausgabe 55 erschienen.